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Geld sparen mit Meal Prepping – Funktioniert es wirklich?

Geld sparen mit Meal Prepping

Zuallererst muss ich mal eines feststellen: Ich liebe Essen! Wirklich. Wenn ich könnte, wäre ich ständig nur am Essen. Da ich aber leider weder genug Geld noch genug Zeit im Gym habe, um diese Art der Kalorienaufnahme realisieren zu können, muss ich mich leider mit den gängigen Esszeiten begnügen. 😛

So gesehen habe ich es in Hinsicht auf’s Mittagessen mit meinem Arbeitsplatz gut erwischt. Mitten in der Stadt habe ich eine echt grosse und vielfältige Auswahl. Das bringt aber leider auch finanzielle Rückschläge mit sich. Seit ich 100% arbeite und jeden Mittag etwas zu essen kaufen muss, habe ich zunehmend gemerkt, wie das ins Geld geht.

Was kann man dagegen tun, hab ich mich gefragt. Die einfachste Lösung ist und bleibt natürlich ganz klar: Selber Essen vorbereiten und mitnehmen! Nun ist es zwar so, dass ich gerne ab und zu koche, aber ein Meisterkoch bin ich bei weitem nicht. Ich hab also gezweifelt und mich gefragt, ob ich jetzt wirklich jeden Abend vorkochen muss, um am nächsten Tag etwas mitnehmen zu können.

Geld sparen mit Meal Prepping?

Irgendwie konnte ich mir das nicht vorstellen. Also habe ich Tante Google gefragt, wie andere Leute das denn so machen! Und da hat sie mir von Meal Prepping erzählt. Anstatt also jeden Abend ein bisschen mehr zu kochen und die Reste am nächsten Tag mitzunehmen, wird am Wochenende vorgekocht. 

Gesünder und billiger essen, ohne auf Vielfalt und leckeres Mittagessen zu verzichten? Sign me up! Ich war begeistert und habe mir gleich ein paar leckere Rezepte rausgeschrieben. Aber Geld sparen mit Meal Prepping? Wie ich aber nun mal einfach so bin, wollte ich natürlich ganz genau wissen, ob ich damit wirklich Geld sparen kann. Deswegen habe ich kurzerhand einen kleinen Selbsttest auf die Beine gestellt!

Einen Monat lang wollte ich für mein Mittagessen nur selbstgekochte, mitgebrachte Mahlzeiten essen und dann schauen, wie viel Geld ich für das Essen ausgebe. Zum Vergleich habe ich natürlich erst einmal ausgerechnet, wie viel Geld ich zur Zeit ausgab.

Pro Mittagessen (+ Snacks 😉 )  gebe ich durchschnittlich 17.50 Schweizer Franken aus. Bei durchschnittlich 23 Arbeitstagen pro Monat sind das also rund 402.50 Franken. Das ist ganz schön viel!

Schön und gut. Damit konnte ich ab zum praktischen Teil der Übung. Über die nächsten 4.5 Wochen habe ich jedes Wochenende sorgfältig für die Woche vorgekocht und mir dabei aufgeschrieben, wie viel Geld ich für das jeweilige Menü ausgegeben habe.

Meal Prepping: Das Experiment

Woche 1: CHF 37.15 Ausgegeben für Brokkoli, Toast, Peperoni, Zucchetti, Kartoffeln & Poulet

Da ich unter der Woche zweimal zum Mittagessen eingeladen wurde, habe ich sogar doppelt gespart. Das vorbereitete Menü wurde dann ganz einfach abends genossen.

Das Menü war durchaus ausgewogen und ist mir über die Woche nicht verleidet. Alles in allem war ich sehr zufrieden mit meiner ersten Woche im Meal Prepping Game!

 

Woche 2: CHF 21.70 ausgegeben für Pizzateig, Creme Fraiche, Poulet

In der Woche 2 habe ich montags Geld für’s Mittagessen ausgegeben, weil wir als Gruppe ins Restaurant gingen, wo ich kein Menü mitnehmen konnte. Dafür habe ich CHF 19.- ausgegeben.

Am Dienstag wurde ich erneut über Mittag zum Pasta essen eingeladen.

Mit den oben erwähnten Zutaten + übriggebliebenen Pepperoni von Woche 1 habe ich eine leckere “White Pizza” zubereitet, die locker für die drei restlichen Tage gereicht hat.

 

Woche 3: CHF 31.20 ausgegeben für Brokkoli, Bohnen, Tomaten, Zucchetti & Poulet + Couscous, den ich schon daheim hatte

In der dritten Woche hatte ich genug gekauft, um 5 perfekte Portionen vorzubereiten. Ich war jeden Mittag satt und zufrieden!

 

Woche 4: CHF 13.55 ausgegeben für Süsskartoffeln, Zucchetti, Datteltomaten und Basmati Reis + gefrorene Brokkoli und Bohnen von Woche 3

Diese Woche bin ich nur 3 Tage im Büro, da am Donnerstag Auffahrt ist und ich die Brücke mache. Die Menüs haben locker bis heute gereicht und super satt gemacht. Bis jetzt habe ich die Nase auch noch nicht voll den sich ähnlichen Menüs!

Zwei Menüs habe ich eingefroren für Anfang der Woche 5.

 

Das Ergebnis

Zeit also, meine Ausgaben zusammen zu rechnen. Alles in allem habe ich für’s Mittagessen in diesem Monat CHF 103.60 ausgegeben.

Das sind also ganze 300 Franken weniger als wenn ich jeden Tag auswärts gegessen hätte!

 

Fazit 

Es funktioniert. Man muss sich zwar etwas umstellen und manchmal war ich auch wirklich versucht, mein vorbereitetes Essen zu überspringen und eins meiner Lieblings-Take Aways zu holen. Aber man gewöhnt sich daran und die finanziellen Vorteile sind nicht abzustreiten.

Natürlich variiert es auch je nach Menü. Ich hatte beispielsweise nicht in jedem Menü Fleisch dabei, was sicherlich auch den Preisfaktor ein bisschen nach unten gedrückt hat. Das ist aber unter anderem auch das Tolle an der ganzen Sache: Man kann sich die Menüs so frei gestalten und anpassen, wie man möchte!

Ich denke aber, solange man nicht jeden Franken zweimal umdrehen muss, dann kann man sich auch hin und wieder eine Ausnahme erlauben. Die gute Mitte finden eben. Weil das leckere Satay Curry vom Lieblings-Thailänder muss manchmal halt auch sein!

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