0 In Health & Wellbeing/ Lifestyle

Let’s Talk Skin Care! Meine tägliche Hautpflege Routine

gute hautpflege routine

Schöne Haut zu haben, ist heutzutage eigentlich die Mindestanforderung. Nicht umsonst werden wir von morgens bis abends bombardiert mit Werbung, die uns Mittelchen Und Cremen und Seren und Elixire verkaufen wollen, die unsere Haut schöner, jünger, straffer, strahlender und einfach rundum besser machen sollen. Und weil das allein dann sowieso nicht reicht, wird gleich noch Make Up nachgeworfen, damit dann aber auch wirklich keine einzige Pore oder Imperfektion zu sehen ist und wir endlich aussehen können, wie all die Photoshop-Ikonen, die unsere Werbetafeln und unser Social Media zupflastern! YAY!

Die perfekte Haut?

Aber sind wir mal ehrlich – niemand hat immer perfekte Haut. Wirklich niemand. Ich habe eine Weile gebraucht, das zu lernen. Als jemand, der mit seiner Haut eigentlich seit Beginn der Pubertät schon auf dem Kriegsfuss steht, war es nicht immer einfach, nicht zu verzweifeln, wenn mein Gesicht wieder einem Minenfeld glich. Auch heute, mit 24 Jahren, bekomme ich regelmässig Pickel und Rötungen im Gesicht, am Hals und am Dekolleté.

Meistens sind meine Hormone dran schuld. Oft war (und bin) ich aber selber auch einer der Übeltäter. Ich geb’s ganz ehrlich zu – ich hab mir wirklich lange keine Mühe gegeben mit meiner Haut. Als die ersten meiner Versuche, gegen die Pickelplage vorzugehen, nicht fruchteten, hab ich irgendwann einfach aufgegeben. Ganz ehrlich – oft war ich auch einfach zu faul, mich drum zu kümmern. Jeden Abend mit Wässerchen und Cremchen zu hantieren war irgendwann einfach nicht mehr so hoch auf meiner Prioritätenliste. Vor allem wenn’s dann doch nicht oder nur halbherzig geholfen hat.

Als Teenie kam dann oft noch dazu, dass ich mein Make Up nicht richtig abgemacht hab. Heutzutage ist es eher meine Ernährung, die auch oft dazwischen funkt. Viel Zucker, Alkohol und Fett haben ganz üble Auswirkungen auf meine Haut. Das weiss ich. Davon abhalten tut’s mich dann aber meistens trotzdem nicht!

Hautsünden

Was auch nicht hilft, ist dass ich oft bei Langeweile oder Nervosität anfange, an meinem Gesicht rumzufummeln. Ich kratze, reibe und quetsche an meiner eh schon geschundenen Haut herum – meistens ohne es zu merken. Und tu damit mein Bestes, alle Bakterien schön weiter zu verteilen. Kein Wunder seh ich am nächsten Tag aus als hätte mich ein fleischfressendes Bakterium angegriffen!

Ich hab mich also all die Jahre irgendwie einfach damit abgefunden. Aber vor etwa einem Monat ist mir aufgefallen, wie dumm das eigentlich ist. Wenn ich damit glücklich gewesen wäre, wär das ja eine andere Sache. Aber meine Hautprobleme haben mich eigentlich konstant gestört und mir einen wirklich grossen Teil meines Selbstbewusstseins genommen. Ich hab mich schrecklich gefühlt. Wieso also hab ich das die ganze Zeit einfach so akzeptiert?

Meine Hautpflege Routine

Als dieser Groschen gefallen ist, hab ich mir das erste Mal Zeit genommen und wirklich recherchiert, was ich für meine Haut tun kann. Ich hab durch Selbsttests im Internet analysiert, was für ein Hauttyp ich bin (zum Beispiel diesen hier von Biokosma), wo meine spezifischen Problemzonen liegen und was man dagegen tun kann.

gute hautpflege routine

Probiotic Cleanser – Sanfter probiotischer Reiniger für die Haut

Probiotika kennt man ja für ihre Vorteile für Magen und Darm. Sie bestehen aus lebenden Bakterienkulturen, welche eingenommen werden, um die vorherrschende Darmflora zu unterstützen. Viele Frauen nehmen auch Probiotika um den Bakterienhaushalt in der Vagina schön ausgeglich zu halten. Aber Bakterien haben wir Menschen ja nicht nur im Innern, sondern eben auch äusserlich – auf der Haut.  

Bei Akne, Rötungen oder sonstigen Hautproblemen wie Ekzemen oder Rosacea ist meistens auch der Bakterienhaushalt der Haut gestört. So entstehen Entzündungen und Reizungen, die schlussendlich in Pickeln resultieren.

Herkömmliche Seifen und Reiniger können gerade bei empfindlicher Haut die Flora zerstören oder stark schädigen. Das Ziel der probiotischen Hautreiniger ist es darum, die Haut mit den richtigen Bakterien zu versorgen, ohne die bestehende Flora zu stören. So wird effektiv Entzündungen und Reizungen entgegen gewirkt.

Mehr dazu hier oder hier.

Vitamin C Serum + Retinol Cream

Vitamin C ist wichtig für Haut, die zu Akne, Flecken, Narben oder Falten neigt. Es ist vor allem durch seine Wirkung als Antioxidans beliebt. Ausserdem hilft es der Haut beim natürlichen Aufbau von Kollagen, dem Protein das unserer Haut Struktur gibt.

Es ist aus diesem Grund heutzutage auch in vielen Anti-Aging Pflegen zu finden, weil es gut gegen Falten hilft. Aber auch bei Akne-Geplagten hilft das Vitamin. Es fördert die Hautheilung und sorgt so dafür, dass Pickel und Flecken oder Narben schneller abgebaut werden oder gar nicht erst entstehen.

Mehr zu Vitamin C findet ihr hier oder hier.

Ich benutze das Serum als hochkonzentrierte Portion Vitamin C für meine Haut, vor allem gegen Flecken und alte Aknenarben. Die Retinol Crème sorgt auch noch mal für einen Vitaminschub, wirkt dabei aber gleichzeitig auch als Feuchtigkeitsspender. Denn ohne Feuchtigkeit wird meine Haut trotz Fettigkeit schnell ausgetrocknet.

Rosehip Oil – Hagebuttenöl

Hagebutten kennt jeder, oder? Es gilt gemeinhin als Hausmittel gegen allerlei Beschwerden. Auch meine Oma hat mir immer Hagebuttentee gegeben, wenn ich mal nicht so fit war. Und das ist durchaus berechtigt! Denn die Hagebutte steckt voller gesunder Wirkstoffe – unter anderem auch einem Haufen Vitamin C (ja, da ist es wieder 😛 ).

In der Hautpflege gilt es als Multitalent. Es spendet viel Feuchtigkeit, hilft gegen Falten und Pigmentflecken, stärkt die Haut und macht sie wieder elastisch und geschmeidig. Oft wird das Öl auch gegen Dehnungsstreifen eingesetzt!

Mehr zur Hagebutte findet ihr zum Beispiel hier.

Ich persönlich nutze das Öl nur nachts, da es dunkelrot ist und leicht färbt. Aber es eignet sich perfekt als Intensivkur, wenn meine Haut ganz viel Feuchtigkeit und Pflege braucht. Dann trage ich es richtig dick auf und gehe damit schlafen.

Indian Healing Clay – Gesichtsmaske

Indian Healing Clay besteht aus Bentonit, einer Art Heilerde. Diese Heilerde ist voll wertvoller Mineralien und Nährstoffen für die Haut. Man sagt ihr ausserdem nach, dass sie Toxine anzieht und so Haut und Körper von diesen befreit. Bentonit gibt es daher auch in Kapseln zur Einnahme und Heilung von innen.

Für die Gesichtsmaske wird der Indian Healing Clay mit Apfelessig angemischt. Ja, richtig gelesen – Apfelessig. Man kann sie zwar auch mit normalem Wasser anmischen, doch dann wird sie schnell klumpig und klebrig und generell nicht so angenehm zum auftragen.

Ausserdem würde man dann auf die tollen Vorteile, die Apfelessig der Haut bringt, verzichten! In gewissen Kreisen gilt er schon lange als Geheimtipp im Kampf gegen unreine Haut. Viele schwören darauf, am Abend vor dem Zubettgehen ein Glas Wasser mit einem Esslöffel Apfelessig zu trinken, um ihre Verdauung und Abwehrkräfte zu stärken.

Fakt ist: Apfelessig wirkt stark entzündungshemmend und trocknet und desinfiziert die Haut. In Zusammenarbeit mit der Heilerde entsteht so eine für die Haut sehr gesunde Maske. Das Bentonit zieht Schmutz und verstopfte Poren an und reinigt sie tiefgehend, während der Apfelessig die Haut vor Entzündungen schützt und hartnäckige Pickel austrocknet. Die Haut wird angeregt und im Heilungsprozess unterstützt.

Wer unter sehr trockener Haut leidet, sollte den Apfelessig aber vielleicht mit Wasser austauschen.

Mehr zu Indian Healing Clay findet ihr hier und hier und zu Apfelessig gibt’s hier mehr zu lesen.

 

Hautpflege Routine: Erfahrungen

Ich benutze diese Hautpflege nun seit einigen Wochen regelmässig und bin wirklich, wirklich zufrieden. Mein Hautbild hat sich immens verbessert. Ich habe immer noch ab und zu einen Pickel, aber sie sind sehr viel seltener geworden. Auch generell sieht meine Haut einfach gesünder und frischer aus! Mein Selbstbewusstsein hat sich indes auch um einiges gebessert. Und ganz ehrlich – grade während dieser Hitzewelle bin ich schon sehr froh, dass ich morgens auf die Schicht Make Up verzichten kann. Und zwar ohne dass ich den ganzen Tag nur dran denken kann, wie eklig meine Haut wohl grade aussieht.

Diese Produkte funktionieren glücklicherweise für mich. Falls ihr eine ähnliche Haut habt wie ich, rate ich euch, unbedingt ein bisschen über die erwähnten Inhaltsstoffe zu recherchieren und die besten Produkte für euch zu finden.

Generell gilt: Macht den Hauttest oder, wenn ihr dem nicht ganz vertraut, geht zu einem Hautarzt oder einer Kosmetikerin, der ihr vertraut, und findet heraus, was eurer Haut gut tut. Wenn ihr die richtige Pflege findet, wird euch eure Haut danken – und euer Selbstbewusstsein wahrscheinlich auch! 🙂

 

Wie geht’s eurer Haut? Habt ihr ein persönliches Wundermittel? Sagt’s mir in den Kommentaren!

No Comments

Leave a Reply