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Reisetagebuch: Koh Tao, das kleine Paradies

Thailand ist eines der schönsten Länder, die ich bis jetzt bereisen durfte und seit einigen Jahren mein absolutes Lieblingsreiseziel. Ich war schon einige Male dort und jedes Mal verliebe ich mich aufs Neue in das Land des Lächelns. Es sind nicht nur die wunderschönen Strände oder die warmen Temperaturen, die mich begeistern. Es sind die Leute, die Lebensart, das ganze Gefühl, das einem überkommt, sobald man ankommt. Man nennt Thailand nicht umsonst das Land des Lächelns. Selten bin ich so vielen unglaublich freundlichen und herzlichen Menschen begegnet wie in diesem Land. Mein ganzer Reisebericht zu Koh Tao:

Die letzten zwei Wochen hatte ich das Glück, wieder Ferien im wunderschönen Thailand machen zu dürfen. Dieses Mal hat es mich nach Koh Tao verschlagen, einer kleinen Insel im Golf von Thailand. Anders als die berühmteren Inseln Koh Samui und Koh Phangan ist Koh Tao noch eher als kleiner „Geheimtipp“ bekannt – vor allem unter Tauchern und Backpackern aus der ganzen Welt.

Anreise

Schon bei der Ankunft merkten wir aber schnell, dass die Insel schon im Umschwung ist. Überall wird gebaut und gebastelt. Neue Resorts und Läden in der Entstehung, um den langsam wachsenden Tourismus gerecht zu werden. Nichts desto trotz strömt die Insel bereits wenn man in den kleinen Hafen einfährt einen einzigartig heimeligen Charme aus. Man fühlt sich sofort zuhause! Es ist viel kleiner und ruhiger als in Koh Samui, wo die Fähre gestartet ist. Auch hier wimmeln die Strassen von kleinen Motorrädern und – im krassen Kontrast – riesigen 4×4 Offroader. Trotzdem wirkt es aber nicht überfüllt oder eng, sondern eher im Gegenteil. Man fühlt sich einer kleinen Gemeinschaft zugehörig.

Schnell wird auch klar, wieso hier scheinbar alle dem Offroader Fieber verfallen sind. Bei der Fahrt zum Hotel geht es nämlich nur ganz kurz gerade aus, dann stehen wir auch schon vor dem ersten Hügel. Hügel ist dabei aber eigentlich eine Untertreibung! So steil, wie es hier zugeht, ist das eigentlich schon eher ein Berg. Der Motor dröhnt laut und angestrengt, doch das Auto schafft es tatsächlich in Steillage die enge Strasse hinauf. Wir passieren einige Motorräder im Unglück, deren Motor dem steilen Hang nicht gewachsen sind und deren Fahrer sie nun mit roten Gesichtern den Berg hinauf stossen müssen.

Nach der holprigen Fahrt werden wir auf der Spitze des Hügels aber mit einer Wahnsinnsaussicht belohnt. Unter uns erstreckt sich auf allen Seiten die grüne Insel, am fernen Horizont sieht man weisse Strände die an blaues Wasser grenzen. Die Sonne steht schon tief am Nachmittagshimmel und taucht alles in ein goldenes Licht. Wir überlegen kurz, ob wir uns in einem Traum befinden, doch wir sind hellwach. Nachdem wir kurz angehalten haben, um den Ausblick zu geniessen, geht’s schon wieder auf der anderen Seite des Hügels hinab und das nicht minder steil als vorher.

Unser Hotel

Das View Point Resort Koh Tao liegt etwas versteckt am Hang des Hügels, den wir eben mit viel Pferdestärken erklommen haben. Die kleinen Bungalows sind behaglich in den Dschungel und die natürliche Umgebung eingenistet und verlaufen wasserfallartig bis hinunter an den kleinen Strand. Wir merken schnell, dass hier viel Respekt vor der Natur und Umwelt herrscht. Ein Respekt, der sich auch bei uns auftut, während wir staunend durch das grüne Paradies zu unserem Bungalow geführt werden.

Alle Gebäude des Hotels sind aus natürlichen Materialien, die von Natur aus auf der Insel vorkommen, gebaut und wurden so konzipiert, dass sie sich möglichst natürlich in die Umgebung und den Berg einfügen. Unser kleines Seaview Bungalow ist rustikal, aber wunderschön und verströmt ganz viel Luxus-Feeling. Der Balkon ist wohl das absolute Highlight des ganzen Gebäudes. Grosszügig gebaut ragt er über die Baumspitzen hinaus und ermöglicht einen atemberaubenden Blick direkt auf die Bucht. Wir stehen beide einen Moment lang mucksmäuschenstill da und saugen diesen Anblick mit jeder Pore auf.

Unser Hotel ist aber noch lange nicht das einzige Highlight, das Koh Tao zu bieten hat (zum Glück!). Die Strände sind lang und weiss, das Wasser tiefblau. Ich finde, man kann ruhig das Wort ‚Paradies’ benutzen, um diesen Anblick zu beschreiben. Der Sand ist zwar nicht immer ganz so weich, wie meine Füsse das gerne hätten, aber mit so was kann man ganz gut leben, wenn man dafür den ganzen Tag abwechselnd in Hängematten, dem blauen Meer und in der Sonne liegend verbringen darf. Das ist zumindest meine bescheidene Meinung!

Strände

Strandtechnisch hat Koh Tao einiges zu bieten. Wir hatten leider nicht genug Zeit, jeden der kleinen Strände rund um die Insel zu besuchen. aber die, die wir gesehen haben, wollten wir am liebsten gar nie mehr verlassen! Selbst der Sairee Beach, der als der grösste und „touristischste“ Strand der Insel gilt, ist angenehm ruhig. Man fühlt sich zu keinem Zeitpunkt wie in einer zu engen Sardinenbüchse.

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Grund dafür ist unter anderem wohl auch, dass ein grosser Teil der Touristen – überwiegend Backpacker aus der ganzen Welt – ihre Tage im Wasser verbringen. Die Insel ist nämlich ein beliebtes Reiseziel für Taucher und Schnorchler! Und das zu Recht. Wir hatten das Vergnügen, einen Morgen lang eine private Schnorcheltour geniessen zu dürfen und haben gleich das ganze Programm erlebt.

Mehr zum Thema: Meine Beach Favourites: Thailand Edition

Unterwasserparadies

Koh Tao ist rund um die Insel umgeben von faszinierenden Riffen und Schnorchel- und Tauchplätzen. Wir sind mit einer Schildkröte geschwommen und durch einen Fischschwarm mit über 2000 Fischen getaucht, gingen auf Tauchfühlung mit Quallen und haben Nemo gefunden. Alles an einem einzigen Morgen!

Obwohl wir nur eine Woche auf dieser zauberhaften Insel verbringen durften, kam es uns vor wie eine Ewigkeit. Die Zeit vergeht langsamer im Paradies, oder so schien es zumindest. Aber auch die schönsten Momente enden leider irgendwann. Und so kam auch bei uns der Tag, an dem wir unseren persönlichen kleinen Himmel wieder verlassen mussten. Ich gestehe ganz ehrlich, dass ich ein, zwei Tränchen vergossen habe, als wir unser liebgewordenes Bungalow am letzten Tag wieder verlassen mussten. Doch nach dem Besteigen der Fähre und mit einem letzten liebevollen Blick auf diese wunderbare Insel stellte sich auch eine Art Vorfreude ein – das Wissen, dass ich wiederkommen würde. Und das hoffentlich schon bald.

Du gehst auch auf Reisen und weisst nicht, was einpacken? Mit dieser Packliste vergisst Du nie wieder was!

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