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Buchreview: The Weight of Lies von Emily Carpenter

review the weight of lies

Megan Ashley ist die einzige Tochter der weltbekannten Schriftstellerin Frances Ashley, die vor 40 Jahren mit ihrem Roman “Kitten” Ruhm erlangte. Doch die zwei Frauen haben keine allzu gute Beziehung. Frances war eine abwesende Mutter, die Meg nie viel Liebe zeigte und von ihr stets Perfektion verlangte.

Nach dem Tod von Edgar, Frances’ Agent und Megs’ Ziehvater, entschliesst sich die entfremdete Tochter, eine Autobiografie zu schreiben. Das Ziel dabei? Endlich der ganzen Welt zeigen, dass ihre Mutter nicht so perfekt ist, wie alle denken. Getrieben von Rachegefühlen und dem Verlangen, endlich ihre eigene Identität abseits ihrer Mutter zu finden, reist Megan nach Bonny Island – der Schauplatz des Buchs, das ihre Mutter vor so vielen Jahren schlagartig berühmt machte.

Dort versucht sie, herauszufinden, wie viel Wahrheit in der Geschichte um “Kitten” steckt und stolpert über einen Haufen Geheimnisse und Rätsel, die sie lösen muss, um ihr Buch schreiben zu können. Bald weiss niemand mehr genau, was Wahrheit und Fiktion ist und Meg weiss bald nicht mehr, wem sie trauen kann…

Kritik

Was dieses Buch bei mir schon mal richtig gemacht hat: Es hat mich an einen faszinierenden Schauort versetzt. Bonny Island, die Insel auf dem das Hotel steht, in dem vor vierzig Jahren ein schrecklicher Mord stattfand, ist alles, was ich liebe. Ein abgelegenes Paradies am Meer, rau und wunderschön und wild. Oft hat mich die Szenerie an den Strand von Beldame aus «The Elementals» von Michael McDowell erinnert. Düster, uralt und doch beständig – mystisch!

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Das Buch fängt eher langsam an. Wir lernen viel über Megans Kindheit und ihre kaputte Beziehung zu ihrer berühmten Mutter Frances. Anfangs musste ich mich ein bisschen durchkämpfen, denn das viele Gejammere ging schnell auf die Nerven. Wenn man sich aber ein bisschen weiter reinliest, beginnt man auch, Megan besser zu verstehen und ich fing bald an, wirklich mit ihr zu sympathisieren.

Emily Carpenter versteht es, in ihrem Buch viele verschiedene Spuren zu legen, die man als Leser gierig aufliest. Doch immer dann, wenn man denkt, man hätte die ganze Story durchschaut, haut sie einem über’s Ohr!

Ergänzt wird die verzwickte Geschichte durch die Zwischenkapitel, die Ausschnitte aus “Kitten” erzählen. So wird die aktuelle Geschichte von Megan geschickt mit der von Frances vierzig Jahre früher verwoben und bald verliert man sich als Leser zwischen Realität und Fiktion.

Fazit

Was mir besonders gefallen hat ist, dass ich als Leser nie genau wusste, was Sache ist. Carpenter verteilt die ganze Geschichte hindurch kleine und grössere Hinweise, doch selbst denen kann man nicht hundertprozentig trauen! Oder ich dachte, ich hätte ein Rätsel durchschaut, nur um dann herauszufinden, dass ich meilenweit daneben lag – und meistens kam’s dann immer noch schlimmer als erwartet. So geht ein richtiger psychologischer Thriller! Je verzwickter und tiefer die Geschichte wurde, desto gespannter war ich. Am Ende konnte ich vor Spannung wirklich fast nicht mehr stillsitzen!

Für Fans des Genres und Leute, die gerne düstere, verzwickte Geschichten und kaputte Familiendynamiken haben, ist dieses Buch auf jeden Fall ein Must-Read!

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